Die
sinusförmige (vertikale) und die stochastische (dreidimensionale)
Schwingung unterscheiden sich erheblich u.a. in deren Einsatzbereichen,
dem Belastungsempfinden und der Wirkung auf den Körper. Die Sinusschwingung entsteht
durch eine Auf- und Ab-Bewegung und ist dadurch bis in den Kopf hinein
spürbar. Nur ein geringer Prozentsatz unserer Bevölkerung
(Leistungssportler) kann diese Schwingungen gut vertragen und
verarbeiten. Zudem sei darauf hingewiesen, dass gleiche Schwingungen
mit gleichen Antworten des Körpers einhergehen und so ein dauerhafter
Trainingseffekt in Frage gestellt werden muss.
Dagegen können stochastische Schwingungen, welche
den natürlichen Schwingungsmustern ähneln, in der Höhe ihrer
Reizsetzung am Körper durch eine Lageveränderung der Knie (gestreckt –
Kopf; gebeugt – untere Extremitäten) gesteuert werden.
Ein Gewöhnungseffekt ist durch die variable, nicht antizipierbare
Reizsetzung der stochastischen Schwingung nicht zu erwarten. Da die
Reizschwellwerte von Nervenzellen mit stochastischen Schwingungen durch
Quasi-Resonanz einfacher zu erreichen sind, kann die
Wahrnehmungsfähigkeit sowie neuronale Informationsselektion und
verarbeitung verbessert werden.
Die hohe Sensivität der Nervenzellen für stochastische Reize fördert
die Freisetzung neurotropher Faktoren (wie Dopamin) in den
Muskelspindeln, welche neuroprotektive und restorative Funktionen
erfüllen.
Studien
haben beispielsweise gezeigt, dass im Vergleich zu Sinusschwingungen
bis zu 4fach größere Wachstumsvorgänge des Knochens durch
körperähnliche (stochastische) Schwingungen erreichbar sind. |